Motor springt nicht an - Microcar MC1

Probleme mit Kolben, Zahnrad oder Riemen?

Moderatoren: guidolenz123, rolf.g3

MC1-Fahrer
Beiträge: 39
Registriert: Fr 6. Sep 2024, 12:49
Fahrzeuge: Microcar MC1

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von MC1-Fahrer » Sa 11. Apr 2026, 22:43

Danke soweit.

Kann mir jemand hierzu noch weiterhelfen?
MC1-Fahrer hat geschrieben:
Di 7. Apr 2026, 00:00
Danke für deine Expertise. Das habe ich jetzt über Ostern gemacht und ich sehe, daß sich die Nockenwelle dreht. Siehe Video.
https://youtu.be/DnErHtKVLeU
Wie mache ich jetzt am besten weiter?

Benutzeravatar
Wolfgang
Beiträge: 585
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 22:30
Fahrzeuge: Aixam 400 Evolution, T5
Wohnort: Diepenau

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von Wolfgang » Sa 11. Apr 2026, 23:00

Irgend etwas ist da faul. Warum kann derjenige an der Kurbelwelle das Teil so leicht durchdrehen?
Wenn verdichtet wird, bricht man sich richtig einen ab, wenn man darüber hinausdrehen will, auch gerade bei der Geschwindigtkeit. Ganz langsam geht es auch mit wenig Kraft.
Es bestätigt aber auch das Video, in dem der Motor mit dem Anlasser gestartet wird, keine Kompression und zwar so wenig, dass wir vermutet haben, dass die Nockenwelle nicht mit dreht.
Habt ihr schon das Ventilspiel kontrolliert?

Gruß
Wolfgang

Benutzeravatar
rolf.g3
Beiträge: 10665
Registriert: So 6. Apr 2014, 09:38
Fahrzeuge: McCullogh Schneefräse
Aixam Mega Trucky
Mitsubishi MR 7 (czc) ;-)
Kubota T650 Einachser mit Anhänger
Scott Fahrrad
Wohnort: 98724 Neuhaus am Rennweg

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von rolf.g3 » So 12. Apr 2026, 09:51

Wolfgang hat geschrieben:
Sa 11. Apr 2026, 23:00
Irgend etwas ist da faul.
Ja, das seh ich genauso !
Wolfgang hat geschrieben:
Sa 11. Apr 2026, 23:00
. Warum kann derjenige an der Kurbelwelle das Teil so leicht durchdrehen?
Wenn verdichtet wird, bricht man sich richtig einen ab, wenn man darüber hinausdrehen will, auch gerade bei der Geschwindigtkeit.
Daher würde ich raten den Kopf runter z schrauben. Alles andere scheint nach der jetzigen Lage reines Kaffeesatzlesen zu sein. Die Kopfdichtung kann gesprengt worden sein ebenso wie die Ventile schief sein können.

Denke auch das der TE sich nicht unbedingt leicht damit tut die Ratschläge umzusetzen.
Warum nur ist der Ventildeckel nicht abgenommen sondern verdecktden Ventiltrieb ?

Der Ventilator muss auch nicht abgenommen werde. Auch hier keine Reaktion. Der Ventilator ist an den Zahnriemendeckel angebracht und wird mit dem Deckel zusammen abgenommen. Keine weitere Zerlegung notwendig.

Spannend wird es bei der großen Mutter der KW, diese ist mit linksgewinde zugeknallt und festgerottet.
Alles hier muss ab sonst ist die OT-Marke nicht zu sehen - denke aber auch hier wieder ist besseres Wissen zu erwarten.
Der Zahnriemen kann bei dieser Sympthomatik durchaus übersprungen sein, deshalb muss zwangsläufig die Werksmarkierung offengelegt werden.

Ich hatte den Zylinderkopf beim LDW auch schon auf gehabt, dauert beim ersten mal etwas über eine Stunde bis der Mist auf der Werkbank liegt. Ist in gut 20 Minuten zu erledigen wenn man weiss wo man hingreifen muss.

gr
- S - nur echt mit dem grünen Streifen :D

Wer anderen eine Grube gräbt, der hat eine Baugenehmigung

Hätte, wäre, wenn und aber gibt zum Schluss nur blöd Gelaber !

MC1-Fahrer
Beiträge: 39
Registriert: Fr 6. Sep 2024, 12:49
Fahrzeuge: Microcar MC1

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von MC1-Fahrer » Mo 13. Apr 2026, 13:12

Wolfgang hat geschrieben:
Sa 11. Apr 2026, 23:00
Irgend etwas ist da faul.
Ja, ich bin auch am Rätselraten
Wolfgang hat geschrieben:
Sa 11. Apr 2026, 23:00
Es bestätigt aber auch das Video, in dem der Motor mit dem Anlasser gestartet wird, keine Kompression und zwar so wenig, dass wir vermutet haben, dass die Nockenwelle nicht mit dreht.
Habt ihr schon das Ventilspiel kontrolliert?
Nein, das Ventilspiel haben wir noch nicht kontrolliert. Ich glaube, daß dies ziemlich kompliziert ist und nicht so einfach zu bewerkstelligen ist. Kann man das Ventilspiel mit ein bisschen handwerklichem Geschick selber kontrollieren? Die Nockenwelle dreht sich, wie in diesem Video zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=DnErHtKVLeU
Doch ich gebe euch recht. Irgendwas ist faul.

rolf.g3 hat geschrieben:
So 12. Apr 2026, 09:51
Daher würde ich raten den Kopf runter z schrauben. Alles andere scheint nach der jetzigen Lage reines Kaffeesatzlesen zu sein. Die Kopfdichtung kann gesprengt worden sein ebenso wie die Ventile schief sein können.

Denke auch das der TE sich nicht unbedingt leicht damit tut die Ratschläge umzusetzen.
Warum nur ist der Ventildeckel nicht abgenommen sondern verdecktden Ventiltrieb ?
Entschuldigung, daß ich dies mißverstanden hatte. Dann werde ich den Deckel mitsamt Nockenwelle also noch demontieren müssen.
rolf.g3 hat geschrieben:
So 12. Apr 2026, 09:51
Der Ventilator muss auch nicht abgenommen werde. Auch hier keine Reaktion. Der Ventilator ist an den Zahnriemendeckel angebracht und wird mit dem Deckel zusammen abgenommen. Keine weitere Zerlegung notwendig.
Danke nochmal für die Erläuterung
rolf.g3 hat geschrieben:
So 12. Apr 2026, 09:51
Spannend wird es bei der großen Mutter der KW, diese ist mit linksgewinde zugeknallt und festgerottet.
Diese ist bereits demontiert. Ich war mit dem Mopedauto bei ATU und mit dem Druckluftschrauber war dies eine Leichtigkeit.

Danke nochmal für die Hinweise und die Geduld, da ich es beim ersten Mal noch nicht ganz verstanden haben.
Mein Arbeitsplan ist nun folgender:
-Abdeckung Steuerriemen entfernen, um Blick auf diesen und die Markierungen zu bekommen
- Deckel mitsamt Nockenwelle demontieren und prüfen ob Ventile, Dichtung und Zylinder i. O. sind

Benutzeravatar
rolf.g3
Beiträge: 10665
Registriert: So 6. Apr 2014, 09:38
Fahrzeuge: McCullogh Schneefräse
Aixam Mega Trucky
Mitsubishi MR 7 (czc) ;-)
Kubota T650 Einachser mit Anhänger
Scott Fahrrad
Wohnort: 98724 Neuhaus am Rennweg

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von rolf.g3 » Mo 13. Apr 2026, 14:38

MC1-Fahrer hat geschrieben:
Mo 13. Apr 2026, 13:12
Dann werde ich den Deckel mitsamt Nockenwelle also noch demontieren müssen.
Hier würde ich aber erstmal die Reißleine ziehen und überdenken was zu tun ist. Mit
MC1-Fahrer hat geschrieben:
Mo 13. Apr 2026, 13:12
ein bisschen handwerklichem Geschick
kommst Du hier leider nicht weit und ich sehe schon jetzt dramatische Fehler die Du machst.

In Deinem Video liegt der Vetildeckel auf dem Motor, ein kleiner Spalt ist frei um zu sehen das die Nockenwelle dreht.
Warum ist der Ventildeckel nicht einfach abgenommen und neben hin gelegt - so ist absolut freie Sicht auf alles unter dem Deckel... Das ist aber nicht der Fehler den ich meine.
Der Fehler ist der, das die Schrauben, die den Deckel an seinem Platz halten, noch immer im verschobenen Deckel stecken.
Wenn eine dieser Schrauben IN den Motor fällt, eine Unachtsamkeit, ein versehentlicher Stubser am aufgelegten Deckel und schon ist der Motor zu zerlegen bis diese Schraube wieder da ist, zur Not bis zum letzten Bauteil.
MC1-Fahrer hat geschrieben:
Mo 13. Apr 2026, 13:12
Dann werde ich den Deckel mitsamt Nockenwelle also noch demontieren müssen.
Nein, kein Deckel, der IST schon ab ...

Jetzt muss mMn der Zylinderkopf runter. Dazu muss die Nockenwelle nicht berührt werden - hast Du schonmal einen Motor auf Null gestellt ?
Das ist in Deinem Fall sehr, sehr wichtig, denn es ist NICHT auszuschließen das der Zahnriemen übersprungen ist, damit muss der neue Zahnriemen komplett neu auf Marke, nichts anderes, eingestellt werden. Lustige Pfeile und Punkte die ein Vorbesitzer angebracht haben mag sind absolut wertlos.

Kannst Du die Zylinderkopfschrauben bewerten wenn Du sie raus hast ? Kann sein das Du neue brauchst.
Die Kopfdichtung ist auch zu erneuern, denke nach Stand der Dinge, das diese defekt ist.
Da muss auch die richtige Kopfdichtung neu, gibt zwei Ausführungen und je drei verschiedene.

Das alles steht im WHB das Du in jedem Fall bei jeder Arbeit, die Du vor hats, zu Rate ziehen musst. Es macht den Anschein das Dir die Erfahrung für solche Arbeiten fehlt. Na klar hat jeder mal angefangfangen, aber gleich so ein Projekt ?
Das ist sehr ambitioniert.
Besser währe evtl jemanden zu suchen der diese Arbeiten sicher erledigen kann, ein kleiner Fehler ( zB eine verschüttete Schraube ) macht aus der jetzigen Reperatur ein riesen Problem.

Neue Zahnriemen samt Wasserpumpe und Spannrolle ca 350.- €, dazu noch eine Kopfdichtung und eine Luftfiltergehäusedichtung, nochmal um die 100 €.
Sind die Kopfschrauben auszutauschen kommen noch weitere Kosten dazu, ebenso wenn der Kopf verzogen ist - es bleibt ja immernoch festzustellen warum die alte Koüpfdichtng das Zeitliche gesegnet hat - wenn es diese überhaupt ist.
Also rund 500 € Teile plus mögliche Folgekosten. Machst Du Fehler bei der Montage / Demontage explodieren die Kosten...

Ich will hier kein Spaßverderber sein, aber wenn jemand nur
MC1-Fahrer hat geschrieben:
Mo 13. Apr 2026, 13:12
ein bisschen handwerklichem Geschick
hat sollte er in sich gehen ob seine Qualifikation so ein Projekt abdeckt...

Gerne würde ich den Wellenstumpf der abgeschraubten Kurbelwellenmutter sehen, es gibt da nämlich mehrere

bitte berichte

gr
- S - nur echt mit dem grünen Streifen :D

Wer anderen eine Grube gräbt, der hat eine Baugenehmigung

Hätte, wäre, wenn und aber gibt zum Schluss nur blöd Gelaber !

Benutzeravatar
Wolfgang
Beiträge: 585
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 22:30
Fahrzeuge: Aixam 400 Evolution, T5
Wohnort: Diepenau

Re: Motor springt nicht an - Microcar MC1

Beitrag von Wolfgang » Mo 13. Apr 2026, 17:54

Es wurden keine Ventile eingestellt, weil der Motor immer reibungslos lief. Also da gab es keinen Bedarf dies zu tun.

Das Problem trat jetzt spontan ein.
Wenn das Problem spontan eintrat, dürften viele Ursachen wegfallen. Mir fällt gerade nichts dazu ein, aber vielleicht sollten wir an der Stelle nochmal drüber nachdenken.

Antworten