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Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Fahrzeugpapiere, Führerscheinfragen, ...die ganze Bürokratie.

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Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Giusi1987 » 13.04.2017 11:53

Hallo zusammen,

habe mir einen Ligier Ambra Bj. 2005 gekauft ( bzw. ich hole ihn nächste Woche ab ).
Nun hat das Auto Niederländische Papiere ( so eine Chipkarte + 2 Blatt Papier ).
Ich habe davon gehört das man COC Dokumente anfordern kann über diese Adresse: https://www.eurococ.eu/de
Jetzt wollt ich fragen ob jemand von euch das schon mal gemacht hat bzw. schon mal Erfahrung mit sowas gemacht hat ?

PS: Ich weiß man kann zum Tüv fahren und sich dort Papiere erstellen lassen ( mit viel Glück usw. )
Aber ich finde diese "Online" Variante viel bequemer und stressfreier.

Mfg
Giuseppe
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 13.04.2017 12:30

Nein. Der TüV stellt Dir sowieso keine COC aus, sondern höchstens eine Betriebserlaubnis aus, doch solange er Dich an den Hersteller verweisen kann, stellt er nichtmal diese Betriebserlaubnis aus. Solange es den Hersteller gibt, ist der Weg über den Hersteller der Weg für neue Ersatz Papiere, das ist die offizielle Regelung. Wenn es den Hersteller nicht mehr gibt, dann stellt auch der TÜV eine COC aus.

Seltene Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.

COC Papiere sind wichtig um ein Fahrzeug -ob nun ein LKFZ, PKW LKW oder auch eine Motrsegelyacht- zum einen über innereuropäische Grenzen zu bringen, andererseits bescheinigt es dem Fahrzeug EU-Länderkonformen Herstellungszustand des Fahrzeugtypes. Mit diesem COC läßt sich eine Betriebserlaubnis beim TÜV/Dekra holen.

Ein Freund von mit ist mit seinem Segelboot aus der Nordsee-Atlantik bis ins Mittelmeer. Als er im Mittelmerr über die Französisch/Italienischen Grenze oder Italienisch/Kroatischen Grenze gefahren ist, gabs im nächsten Hafen wegen fehlender COC Papiere ne Fette Zollgebühr.... ein paar Prozent blos vom Warenwert... Warenwert 6-Stelliger Eurobetrag.... :( also in Summe über 10.000€

Nun, da es sich um einen Selbstbau nach Bauplänen eines Bootsbauers handelte, konnte über das Ingenieursbüro eine CE/COC Bescheinigung beschafft werden.... aber es soll auch Fälle geben wo gezahlt werden musste.
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Giusi1987 » 13.04.2017 12:39

Okay Einverstanden ....
Aber offensichtlich gibt es ja nun diese Internetseite in der man ein solches Dokument anfordern kann.
Funktioniert das wirklich ? Hat jemand Erfahrung damit gemacht ?

Mfg
Giuseppe
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 13.04.2017 12:46

Ich habe keine Erfahrung damit gemacht. Im einem der französischen LKFZ Foren wurde aber darüber berichtet, das es so klappt.

Ist bei der Chipkarte ggf. eine COC Bescheinigung dabei?

Ansonsten kannst Du sicherlich eine COC - Kopie für dein Fahrzeug über oben angegebene Adresse erhalten für etwa 180€.

Mit denen kannst Du dann rumfahren wie viele andere auch, oder du holst Dir damit noch eine Betriebserlaubnis beim TÜV.

Oder wenn du Dein Fahrzeug versichert bekommst, nimmst Du halt die Papiere die du da hast.

Interessant wäre was du da noch für Papiere hast, und welche Erfahrung du weiter machst falls du eine COC Kopie ausstellen läßt.
Bitte berichte weiter!
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Giusi1987 » 14.04.2017 06:22

Sehe ich das richtig dass man mit diesen niederländischen Papieren hier in Deutschland nicht fahren darf?
Und mit diesem COC Dokument ( das man anfordern könnte ) darf man fahren ?

Mfg
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 14.04.2017 09:04

Kann ich dir nicht korrekt beantworten.

Ich kann Dir nur sagen dass viele mit den COC Papieren Ihr Fahrzeug versichert bekommen und damit rumfahren. Die meisten haben auch keine Schwierigkeiten damit bei der Polizei.

Wenn ich mich richtig erinnere hat die Chipcarte bei Polizeikontrollen allerdings schon zu Irritationen gesorgt.

Ich vermute dass mit der COC eigentlich eine Betriebserlaubnis besorgt werden soll. Mit dem "normalen " PKW reicht die COC ja auch nicht....

Aber LKFZ fallen ja nicht unter die PKW, und solange es so akzeptiert wird... Never change a running system.

Du hast das Fahrzeug nicht geklaut.
Du hast passende Papiere zu dem Fahrzeug.
Es ist versichert.

Was soll schon passieren. Höchstens die Aufforderung andere Papiere zu besorgen. Ich bin da ja dran... aber das zieht sich bei den Behörden... :mrgreen:
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Cuxis » 14.04.2017 09:07

Hallo Giusi1987,

ja genau so ist es. Jede Versicherung wird es versichern. Das geht oft sogar telefonisch oder per Post.
Hat jedoch keinerlei Bedeutung. Die "Probleme" treten meist bei etwas "höheren" Versicherungsschäden auf.

Die niederländische "Chipkarte" ist eine Versicherungskarte. Das hat man dort besser gelöst. Bei Weitergabe wird dann meist eine Ecke von der Chipkarte abgeschnitten.

Ich würde mich in diesen Fällen immer zuerst an den Hersteller wenden. Gleichzeitig möchte ich versuchen einigen von euch die "Sorgen" vor dem TÜV zu nehmen. Bedenkt dabei immer das nicht nur Euer Leben vom Zustand des Fahrzeugs abhängt und bitte glaubt mir das ich z.B. nirgends "schlechtere" Bremsleitungen gesehen habe als die von den Leichtkraftfahrzeugen. 017) 017) 017)

Ein Satz neuer Bremsleitungen als Meterware kostet sicher keine 40€ und bereitet nicht nur dem Prüfer Freude. Das ist alles halb so schlimm und bedenkt dabei immer das ihr es für euch selbst tut.

Viele Grüße
Cuxis
 
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 14.04.2017 09:33

Cuxis hat geschrieben:Hallo Giusi1987,

ja genau so ist es. Jede Versicherung wird es versichern. Das geht oft sogar telefonisch oder per Post.
Hat jedoch keinerlei Bedeutung. Die "Probleme" treten meist bei etwas "höheren" Versicherungsschäden auf.

Anmerkung macbloke: nein, da gibt es keine Schwierigkeiten. Das Auto ist versichert. Probleme treten nur auf, sobald bauliche Veränderungen vorgenommen wurden. Da hat man aber auch Probleme mit einer deutschen Betriebserlaubnis.

Ich würde mich in diesen Fällen immer zuerst an den Hersteller wenden.
Anmerkung macbloke: Das ist der einzige Weg, solange es den Hersteller noch gibt. An den verweist der TüV den Antragsteller. Ausser das Unternehmen gibt es nicht mehr

Gleichzeitig möchte ich versuchen einigen von euch die "Sorgen" vor dem TÜV zu nehmen. Bedenkt dabei immer das nicht nur Euer Leben vom Zustand des Fahrzeugs abhängt und bitte glaubt mir das ich z.B. nirgends "schlechtere" Bremsleitungen gesehen habe als die von den Leichtkraftfahrzeugen. 017) 017) 017)
Anmerkung mac bloke: Das ist richtig, hat aber mit der Besorgung "der Papiere" nix zu tun. Selbst der TüV kontrolliert nicht zwingend die Übereinstimmung des Fahrzeugs mit den angaben der Papiere.

Ein Satz neuer Bremsleitungen als Meterware kostet sicher keine 40€ und bereitet nicht nur dem Prüfer Freude. Das ist alles halb so schlimm und bedenkt dabei immer das ihr es für euch selbst tut.

Viele Grüße
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Cuxis » 14.04.2017 10:01

Hallo macbloke,

sorry aber da muss ich leider widersprechen.

Die Versicherungsbestätigung bedeutet KEINEN Versicherungsschutz. Bedenke dabei das die Papiere spätestens bei einem Gutachter der gegnerischen Versicherung vorgelegt werden müssen. (Unfall / Personenschäden usw.)
Dann wird festgestellt werden das dieses Fahrzeug niemals auf der Straße hätte unterwegs sein dürfen. Nun geht die Versicherung in Vorleistung und läßt sich den Schaden zurückerstatten.

Das ist leider so. 076) 076) 076)

Natürlich kann jetzt wiederum im Zivilprozess gegen die Versicherung geklagt werden, zumal ein Versicherungsvertrag zustande kam und hier die Versicherung ihre Sorgfaltspflicht vernachläßigt hat.

Der TÜV muss sogar in einem Vollgutachten gemäß § 21 StVZO eine technische Begutachtung durchführen. Bedenkt dabei das es sich hierbei um einen "aaS" handeln muss (früher Bauräte).
Im Westen macht dieses ausschließlich ein "aaS" vom TÜV und im Osten ausschließlich ein "aaS" von der Dekra. Diese Leute sitzen nicht an jeder Prüfstation. Hierfür sind Termine vorab abzusprechen.

Wundert Euch nicht wenn während der Prüfung div. Bilder gemacht werden. Man mag es kaum glauben aber diese "aaS" werden wiederum überprüft.
Dort werden in unregelmäßigen Abständen Akten gezogen um deren Gutachten auf Plausibilität zu überprüfen.

Beachte jetzt unbedingt das dieses "Gutachten vom TÜV" noch immer keine Gültigkeit besitzt. Das wissen nur die wenigsten. Denn jetzt müßt ihr dieses Gutachten noch zur Zulassungsstelle tragen.

Erst mit dem Stempel "Betriebserlaubnis erteilt" je nach Bundesland ca. 12,50€ erlangt das ganze einen rechtlichen Status.

(Habe damit oft zu tun)

Viele Grüße
Cuxis
 
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 14.04.2017 11:40

Cuxis hat geschrieben:Hallo macbloke,
...Dann wird festgestellt werden das dieses Fahrzeug niemals auf der Straße hätte unterwegs sein dürfen.....

Das stimmt nicht
....
Der TÜV muss sogar in einem Vollgutachten gemäß § 21 StVZO eine technische Begutachtung durchführen. Bedenkt dabei das es sich hierbei um einen "aaS" handeln muss (früher Bauräte).

Der TüV muss bei Vorlage einer COC gar kein Vollgutachten erstellen.


Im Westen macht dieses ausschließlich ein "aaS" vom TÜV und im Osten ausschließlich ein "aaS" von der Dekra. Diese Leute sitzen nicht an jeder Prüfstation. Hierfür sind Termine vorab abzusprechen.

stimmt, danke! Bei Beachtung dieses Sachverhaltes gestaltet sich das Beschaffen von "Papieren" viel einfacher

Wundert Euch nicht wenn während der Prüfung div. Bilder gemacht werden. Man mag es kaum glauben aber diese "aaS" werden wiederum überprüft.
Dort werden in unregelmäßigen Abständen Akten gezogen um deren Gutachten auf Plausibilität zu überprüfen.

Beachte jetzt unbedingt das dieses "Gutachten vom TÜV" noch immer keine Gültigkeit besitzt. Das wissen nur die wenigsten. Denn jetzt müßt ihr dieses Gutachten noch zur Zulassungsstelle tragen.

Erst mit dem Stempel "Betriebserlaubnis erteilt" je nach Bundesland ca. 12,50€ erlangt das ganze einen rechtlichen Status.
...

Viele Grüße



Danke für die Ergänzung.
Solange das Fahrzeug nicht baulich verändert wurde und dem Bauzustand im Auslieferungszustand entspricht(das liegt an dem oder den Fahzeughalter/n), und damit der Beschreibung in der COC entsprechen sollte, (wenn nicht ist der Fahrzeughersteller schuld), die COC bestätigt nämlich das das Fahrzeug entsprechend dem ersten geprüften und abgenommenen Fahrzeug gebaut wurde(Fahrzeug-Typgenehmigung ), welches den Zulassungsvorschriften aller EU Länder entspricht: damit hast du den Nachweis das das Fahrzeug in den Verkehr gebracht werden darf.

Als ich bei einer Polizeikontrolle neben meiner Versicherungskarte noch meine COC vorzeigte, fragte mich der kontrollierende Polizist was das für ein Papier sei, als ich sagte das es sich um ein COC handele und ich nicht wisse ob das reiche, sagte er, okay, ja COC reiche. Seit dem zeige ich nur noch meine Versicherungskarte. Wenn mehr verlangt wird sage ich der COC-Brief liege natürlich zu Hause der könne angeschaut werden, es könne hingefahren werden. Fahrzeugschein gebe es ja nicht für LKFZ! DAs reicht dann immer.

Anders verhält es sich, wenn du kein Papier vorlegen kannst, was weder eine Fahrgestellnummer und noch ein fälschungssicheres Siegel besitzt. Das wäre zum Beispiel der Fall von einer Kopie deines Original Fahrzeugscheins, oder von einem baugleichen Fahrzeug aber eine andere Fahrgestellnummer.

Dann muß eine Einzelabnahme erfolgen. Oder ein Gutachten, was dem Fahrzeug bescheinigt einem bestimmten schon abgenommenen Fahrzeug zu entsprechen. (Vollgutachten?)

Solange dein Fahrzeug ein fälschungssicheres Siegel (Hologramm zum Beispiel) und eine eindeutig und einzigartiges Merkmal mit bezug zu deinem Fahrzeug erhält (Fahrgestellnummer), muß der TüV nicht dein Fahrzeug anschauen, darf es aber verlangen.

Was der aaS des Tüv/dekra in diesem Fall genau ausstellt, weiß ich nicht. Kann sein, das es so wie am Beispiel einer Einzelabnahme ist oder es ein Gutachten gibt welches vom Straßenverkehrsamt gestempelt wird. Das weiß ich nicht.

Ich habe es aber so verstanden, das dann Papiere ausgestellt werden, wie bei Neukauf eines LKFZ. Die müssen dann am Strassenverkehrsamt gestempelt werden, vermute ich.

Diese Aussage, wie vorgegangen wird, hat mir ein aaS aus Köln genau so erklärt. Die Aussage ist also belastbar. Missverständnisse nicht ausgeschlossen.

Sie widerspricht auch nicht deiner Aussage, cuxis, sondern differenziert:
Deine Aussage beschreibt das Prozedere bei totalen "Papierverlust". Das kenne ich auch genau so.
Meine beschreibt den Vorgang auf den Fall des threaterstellers, bei vorhandenen gültigen "Papieren", um eine deutsche Betriebserlaubnis zu erhalten.

Ob man die tatsächlich benötigt für LKFZ oder COC's ausreichen für LKFZ weiß ich nicht. Da im europäischen Ausland wie in den Niederlanden eine COC und eine Versicherung ausreicht, sollte es nach europäischem Recht ausreichend sein. Ob einzelne Länder das anders regeln dürfen weiß ich nicht. Wäre nicht das erste mal das Länder etwas zusätzlich verlangen, was im Falle einer Klage zurückgenommen werden müsste. Könnte aber auch sein, dass die EU es den einzelnen Ländern zugesteht, weitere Länderspezifische Regelungen zu erlassen.

Egal wie: Fakt ist, das eine COC NICHTA UASSCHLIESSLICH ein Papier für eine Zollregeelung darstellt, sondern weit mehr:
Es bescheinigt die Conformität der Bauart gemäß den Vorschriften aller EU-Länder.

Somit besteht, was für die Versicherung bez. im Falle eines Unfalls wichtig ist, eine Bescheinigung das das Fahrzeug den entsprechenden Vorschriften gebaut worden ist:
"Jeder Mitgliedstaat ermöglicht nach Artikel 7 der Richtlinie die Zulassung bzw. gestattet den Verkauf oder das Inverkehrbringen von neuen Fahrzeugen hinsichtlich ihrer Bau- und Wirkungsweise dann und nur dann, wenn sie mit einer gültigen Übereinstimmungsbescheinigung versehen sind.(-->COC)"

Im Falle eines Unfalls würde lediglich geprüft, ob der Halter das Fahrzeug baulich verändert hat, oder es nicht so gewartet und gepflegt hat, das es verkehrssicher ist. So wird aber auch bei einer vorhandenen deutschen Betriebserlaubnis vorgegangen.

LKFZ benötigen ja keine Zulassung vom Strassenverkehrsamt. Nach meinem persönlichen Verständnis stellt eine COC eine ausreichende Bescheinigung dar mit der man bei der Versicherung eine Vertrag abschließen darf. Die COC selber erlaubt das Inverkehrbringen. Damit sind alle Anforderungen für den Betrieb eines LKFZ in Deutschland erfüllt.
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Cuxis » 14.04.2017 13:34

Hallo Macbloke,

soweit richtig allerdings hat der Fragesteller vermutlich keine COC Unterlagen sondern lediglich eine Versicherungsbestätigung aus den Niederlanden in Form einer Versicherungskarte und dann greift der von mir beschriebene Weg.
Außer natürlich es sollte sich bei den "+ 2 Blatt Papier" um ein COC Document handeln.

Meist sind die "2 Blatt Papier" jedoch die Vertragsform der niederländischen Versicherung.

Wenn also keine COC Unterlagen vorliegen oder nicht angefordert werden können so hat der Fragesteller einen "totalen Papierverlust" und es gibt keinen anderen Weg als eine Einzelabnahme vornehmen zu lassen.

Viele Grüße
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon macbloke » 14.04.2017 14:12

Nein. Es ist nicht der einzige Weg.

COC Papiere lassen sich unter Angabe der Fahrgestellnummer und des Fahrzeugs über das Internet über eine Französisches Unternehmen beschaffen. "Immer"

Die COC trägt dann die Bezeichnung COPIE quer über das Dokument, und hat ein Fälschungssicheres Wasserzeichen und ein Hologramm. Es wird die Fahrgestellnummer angegeben, die man angibt.Kostet 180€. Hat die gleiche Gültigkeit wie das Original.
Ein COC sagt nichts über die Eigentumsverhältnisse aus.

Eine Einzelabnahme ist auch nicht in dem Falle notwendig, wenn Kopien von einem baugleichen Fahrzeug vorgelegt werden können,(beziehungsweise wenn genau gesagt werden kann um welches Fahrzeug es sich handelt), sodass der Tüv keine Einzelabnahme oder eine Typgenehmigung durchführt, sondern lediglich eine Überprüfung, ob es sich bei dem Fahrzeug um ein bereits typgeprüftes Fahrzeug handelt, dessen Daten dem TüV vorliegen. Dazu gibt es ein Gutachten welches vom Strassenverkehrsamt gestempelt wird. Der Tüv versucht nach Möglichkeit das Heraussuchen der vorhandenen Daten zu vermeiden. Kann ich nachvollziehen.
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Cuxis » 14.04.2017 15:20

Hallo macbloke,

sorry aber da gehen unsere "Meinungen" sehr, sehr weit auseinander. Zum einen würde ich niemals einem "französischen Unternehmen" 180€ überweisen und davon völlig unabhängig existieren nicht einmal für "jedes" Fahrzeug COC Papiere.

Da greife ich zum guten "alten Datenblatt" und stelle das Fahrzeug einen "aaS"vor. Zum einen erheblich günstiger und vor allem Rechtssicher.
Das weder ein COC noch eine Betriebserlaubnis ein Eigentumsverhältnis darstellen steht bereits auf den Unterlagen. Gerichtlich wird dies lediglich als "Anhaltspunkt" für das Eigentumsverhältnis berücksichtigt.

Hier geht es darum inwieweit ein französisches Unternehmen überhaupt die Befugnis hat ein Dokument auszustellen.

Viele Grüße
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Giusi1987 » 14.04.2017 18:48

Genau vor dieser Entscheidung stehe ich nun.
Die Anforderung über diese Internetseite für den Ligier Ambra soll 99€ Kosten für dieses Dokument.
Für Aixam ist es etwas teuerer.
Soll ich dies nun anfordern über die Internetseite oder soll ich mich lieber auf den Weg zum TÜV machen?
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Re: Coc Dokumente anfordern - Erfahrungen

Beitragvon Cuxis » 14.04.2017 19:24

Hallo Giusi1987,

natürlich zum TÜV. Einem "Gericht" kann man im Zweifel keine "Internetseite" präsentieren. Ich würde mir zudem die Frage stellen, weshalb diverse Hersteller ihre Kompetenzen abtreten obwohl doch gutes Geld mit einem Ersatzdokument zu verdienen wäre.

Desweiteren bekommst Du vom TÜV einen echten Mehrwert. Der TÜV geht mit dir "Schwachstellen" durch und legt auch mal bei der Einstellung der Beleuchtung Hand an.

Das Auto sollte 55 km/h nach dem Tacho nicht zügig überschreiten. Beachte unbedingt das die Zulassungsstelle die Papiere noch abstempeln muss.

Viel Erfolg und Grüße
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