Guten Morgen zusammen,
da der Ersatzteilmarkt aktuell ziemlich mau ist und ich neulich beim Bremsen komplett ins Leere getreten habe, habe ich beschlossen, meine Bonny umzubauen.
Ausgangssituation:
• Bremsflüssigkeitsverlust vorne links
• Die größere der beiden Dichtungen im Bremszylinder war defekt
• Inzwischen alles repariert
• Bremsbeläge für a 35€ inkl. Steuer habe ich bei RBK GmbH neu machen lassen
Jetzt stellt sich mir die Frage:
Hat hier schon jemand auf Scheibenbremse umgebaut?
Auch der rechtliche Aspekt wäre interessant – Thema Eintragung / Abnahme.
Zum praktischen Teil:
Aufgrund der 13-Zoll-Felgen wird vermutlich nur eine kleine Bremsscheibe (ca. 120 mm, z. B. aus dem Rollerbereich) in Frage kommen, zusammen mit einem entsprechend kompakten Bremssattel.
Was mich so nachdenklich macht, wäre der Hauptbremszylinder, dieser ist ja nur für LHM ausgelegt.
Also Hydrauliköl fahren bei einer DOT Bremsanlage?
Lieber nicht.
Interessant wäre ja da ein ähnlichen Hauptbremszylinder zu finden, Richtung VW T1 / T2 /T3.
Das alle LHM Leitungen ausgetauscht werden müssen ist eh logisch.
Würde mich über eure Erfahrungen, Tipps oder Lösungen freuen.
Danke euch!
BONNY 50 GL Scheibenbremsen Umbau
Moderator: guidolenz123
- rolf.g3
- Beiträge: 10629
- Registriert: So 6. Apr 2014, 09:38
- Fahrzeuge: McCullogh Schneefräse
Aixam Mega Trucky
Mitsubishi MR 7 (czc) ;-)
Kubota T650 Einachser mit Anhänger
Scott Fahrrad - Wohnort: 98724 Neuhaus am Rennweg
Re: BONNY 50 GL Scheibenbremsen Umbau
Da wäre ich sehr, sehr vorsichtig !
Im Grunde ist die Bremsanlage, so merkwürdig sie auch ist, eine gute Bremsanlage !
Der Umbau würde viele Teile benötigen die es für dieses Fahrzeug einfach nicht gibt. Allein die Nabe muss so umgebaut werden das eine Scheibe angebaut werden kann. Dann der Halter für die Bremszange. Alles sehr genau gearbeitet und haltbar sollte das auch sein. Schweißnäte dürften das größte Problem sei. Jede einzelne sollte ein Nachweis haben wer sie geschweißt hat und jede einzelne sollte eine Prüfung samt Protokoll nachweisen können.
Letztlich eine Bremsanlagenprüfung durch ein Prüflabor des TÜV/Dekra.
Da jedes Fahrzeug eine ABE hat muss dieser Umbau eingetragen werden, Du wirst dann als Hersteller dieses Fahrzeugs geführt und eingetragen - was neue Probleme mit sich bringt ! Deutschland halt !! Die aktuelle Abgasnorm muss eingehalten werden weil das Fahrzeug nun als Neufahrzeug gesehen wird, also auch ein Abgastest im Labor und den besteht Deine Fuhre mit Sicherheit nicht.
Die Bremsanlage/Teile könnte aus dem AIXAM-Redgal genommen werden. Denke die Aixambremsen sind mit die besten unter den LKFZ-Bremsen.
Aber nein, ich halte von solchen Umbauten nicht wirklich viel.Besser und originaler ist es die eingebaute Bremse zu richten.
Zumal Du schon so viel erneuert hast. Natürlich werden Gummiteile mit den Jahren porös und Beläge radieren sich runter, aber dafür gibt es Ersatz.
Die Bremse des Fahrzeugs ist eine Entwicklung von Ziehdrön, ein Meilenstein der Technik seinerzeit. Ein wunderbares Stück Technik und von ausgesuchter Qualität. Alle Bremsanlagen der Microcars haben so ihre Tücken, wie gern würde ich diesen Mist entsorgen und was gescheites reinwurschteln ... oder tauschen mit Deiner Bremsanlage
bitte berichte
gr
- S - nur echt mit dem grünen Streifen
... und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort. ISSO !
Hätte, wäre, wenn und aber gibt zum Schluss nur blöd Gelaber !
... und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort. ISSO !
Hätte, wäre, wenn und aber gibt zum Schluss nur blöd Gelaber !
- Wolfgang
- Beiträge: 555
- Registriert: Mi 28. Dez 2022, 22:30
- Fahrzeuge: Aixam 400 Evolution, T5
- Wohnort: Diepenau
Re: BONNY 50 GL Scheibenbremsen Umbau
Ich bin eher der Meinung, dass man ein Fahrzeug erst komplett in den Normalzustand versetzen sollte.
An dem Wagen gibt es doch richtig viel Arbeit, deswegen würde ich nicht mit etwas so Schwierigem anfangen.
Nur eine Vermutung, ich schätze, dass man für eine Eintragung, um die BE wieder zu bekommen, die Konstruktion rechnerisch nachweisen muss. Dass die guten Bremsen das können ist klar, wenn man an die Daten kommt ist der Teil erledigt.
Aber wie ist das mit der Verbindung zum Chassis und mit dem Chassis selbst?
Wir hatten einen Aixam 400, der hatte vorn schon Bremsscheiben, hat aber trotzdem extrem grottig gebremst, zumindest, wenn ich mit in dem Wagen gesessen habe. (ohne Bremskraftverstärker)
Die Radaufhängung ist mit einem Alu-Dreieckslenker verbunden, der an einem 30 x30 mm Stahl-Quadratrohr verschraubt war.
Wenn dort richtig fest zupackende Bremsen dran wären, hätte ich Angst, dass die Rohre verbogen werden.
Vielleicht sollte man sich einfach damit anfinden, dass die Bremsen im Verhältnis zum normalen Auto schlecht sind bzw. nur für wenig Gewicht und 45 km/h ausgelegt sind.
An dem Wagen gibt es doch richtig viel Arbeit, deswegen würde ich nicht mit etwas so Schwierigem anfangen.
Nur eine Vermutung, ich schätze, dass man für eine Eintragung, um die BE wieder zu bekommen, die Konstruktion rechnerisch nachweisen muss. Dass die guten Bremsen das können ist klar, wenn man an die Daten kommt ist der Teil erledigt.
Aber wie ist das mit der Verbindung zum Chassis und mit dem Chassis selbst?
Wir hatten einen Aixam 400, der hatte vorn schon Bremsscheiben, hat aber trotzdem extrem grottig gebremst, zumindest, wenn ich mit in dem Wagen gesessen habe. (ohne Bremskraftverstärker)
Die Radaufhängung ist mit einem Alu-Dreieckslenker verbunden, der an einem 30 x30 mm Stahl-Quadratrohr verschraubt war.
Wenn dort richtig fest zupackende Bremsen dran wären, hätte ich Angst, dass die Rohre verbogen werden.
Vielleicht sollte man sich einfach damit anfinden, dass die Bremsen im Verhältnis zum normalen Auto schlecht sind bzw. nur für wenig Gewicht und 45 km/h ausgelegt sind.